Dry Needling: Triggerpunkte sicher behandeln

Praxisorientierte Fortbildung für Dry Needling, myofasziale Triggerpunkte und sichere klinische Anwendung

Nächster Termin
19.–20. September 2026
Saarbrücken · 18 Fortbildungspunkte
Veranstalter: r.o.m.b.u.s. Akademie Saarbrücken e.K.
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Praxisnah 18 Fortbildungspunkte InHouse möglich
Dry Needling Fortbildung mit Demonstration im Seminarraum

70% Praxis. 30% Theorie. In dieser Dry Needling Fortbildung üben Sie nicht nur, was Dry Needling ist, sondern wie Sie die Methode im Praxisalltag verantwortungsvoll anwenden: Palpation, Hygiene, sterile Vorbereitung, Nadelführung, Aufklärung, Dosierung und die Integration in Bewegung, Belastung und Patientenedukation.

Die Dry Needling Fortbildung mit Alexander Mohr übersetzt myofasziale Triggerpunkttherapie in eine klare Praxislogik. Sie lernen, Triggerpunkte sicherer zu finden, den Nadelreiz klinisch zu begründen und Dry Needling als gezieltes Werkzeug im myofaszialen Schmerzmanagement einzusetzen.

Der Kern: erst verstehen, dann unter Supervision praktisch umsetzen. Die Theorie bleibt wichtig, aber sie dient der Entscheidung am Patienten: wann nadeln, wo nadeln, wie dosieren, wann bewusst nicht nadeln und wie das Ergebnis in aktive Therapie, Training und Alltag übertragen wird.

70% Praxis: Was Sie konkret üben

Der Kurs ist darauf ausgelegt, dass Sie Dry Needling nicht nur theoretisch einordnen, sondern Schritt für Schritt praktisch sicherer werden. Jede Technik wird mit Anatomie, Indikation, Hygiene und klinischer Entscheidung verbunden.

Im Praxisteil trainieren Sie unter Supervision:
3D-Palpation: Triggerpunkte, Muskelfaserrichtung und sichere anatomische Zielstrukturen präziser finden
Hygiene und Vorbereitung: Material, sterile Arbeitsweise, Behandlungsfeld und Dokumentation sauber aufbauen
Nadelführung: kontrollierte Einstichtechnik, Dosierung und Reaktion des Gewebes sicherer einschätzen
Patientenkommunikation: Aufklärung, Erwartungsmanagement, Kontraindikationen und Nachreaktionen verständlich erklären
Therapietransfer: Dry Needling mit Bewegung, Training, manueller Therapie und Belastungssteuerung verbinden

Für wen ist das Seminar geeignet?

Das Seminar richtet sich an Physiotherapeutinnen und Physiotherapeuten, Heilpraktikerinnen und Heilpraktiker sowie Ärztinnen und Ärzte, die Dry Needling fachlich sauber, sicher und indikationsgerecht in ihr bestehendes Behandlungskonzept integrieren möchten.

Besonders geeignet ist die Fortbildung für Fachpersonen mit Erfahrung in manueller Therapie, Triggerpunkttherapie, Sportphysiotherapie, myofaszialer Behandlung oder funktioneller Rehabilitation. Wichtig: Dry Needling ist eine invasive Technik. Die spätere Anwendung am Patienten muss immer im jeweiligen beruflichen, rechtlichen und institutionellen Rahmen zulässig sein.

Typische Beschwerden und Praxisfälle

Dry Needling ist besonders relevant bei myofaszialen Triggerpunkten, muskulären Schmerzmustern, lokalen oder übertragenen Schmerzen, bewegungsabhängigen Beschwerden und funktionellen Bewegungseinschränkungen, bei denen Palpation, Befund und klinische Tests ein myofasziales Muster nahelegen.

Typische Anwendungsbereiche sind Orthopädie, Traumatologie, Sportphysiotherapie und die Behandlung chronischer Schmerzsyndrome. Im Fokus stehen nicht Diagnoselabels, sondern klinische Fragen: Welcher Muskel hält Schutzspannung? Welcher Triggerpunkt passt zum Schmerzbild? Welche Struktur darf sicher genadelt werden? Und wie wird aus kurzfristiger Entlastung wieder belastbare Bewegung?

Dry Needling: die Kursinhalte

Tag 1 - Triggerpunkt-Neurophysiologie, Hygiene und untere Extremität

Grundlagen des Dry Needling und der myofaszialen Triggerpunkttherapie verstehen
Abgrenzung zur klassischen Akupunktur: keine Meridiane, sondern myofasziale Zielstrukturen
Local Twitch Response, nozizeptive Reize und neurophysiologische Schmerzmodulation einordnen
Rechtlicher Rahmen, Indikationen, Kontraindikationen, Aufklärung und Dokumentation
Hygiene, Material, sterile Arbeitsweise und sichere Vorbereitung des Behandlungsfeldes
3D-Palpation und Nadelführung an klinisch relevanten Muskeln von Fuß, Bein, Hüfte und Becken

Klare Basis für jede Nadel: Indikation, Anatomie, Hygiene und Supervision

Tag 2 - Schulter, Nacken, Rumpf und klinische Integration

Topografie und Sicherheitslogik für Schulter-Nacken-Region, Rotatorenmanschette, BWS und LWS
Triggerpunkte sicherer finden, Nadelreiz dosieren und Patientenreaktionen einordnen
Myologik-Entscheidungslogik: wann nadeln, wo nadeln und wann bewusst nicht nadeln
Fallbeispiele aus Orthopädie, Sportphysiotherapie, Rückenschmerz, Impingement und Kopfschmerzmustern
Kombination mit faszialen, neurophysiologischen und bewegungstherapeutischen Strategien
Transfer in Behandlungsplanung, Heimprogramm, Belastungssteuerung und Patientenedukation

Direkt nutzbar für Praxis, Befundlogik und verantwortliche klinische Integration

Ziele

Dry Needling fachlich sauber einordnen und sicher von Akupunktur und Injektion abgrenzen
Myofasziale Triggerpunkte präziser palpieren, auswählen und klinisch begründen
Indikationen, Kontraindikationen, Hygiene und Risikomanagement sicherer anwenden
Nadelführung an ausgewählten Muskelgruppen kontrolliert und unter Supervision üben
Dry Needling sinnvoll mit manueller Therapie, Bewegung, Training und Patientenedukation verbinden
Mehr Handlungssicherheit im myofaszialen Schmerzmanagement gewinnen

30% Theorie: Warum Dry Needling fachlich sauber eingeordnet wird

Dry Needling wird in der Fachliteratur als Verfahren beschrieben, bei dem feste, sterile Nadeln ohne Injektion genutzt werden, um Schmerzen und Funktionsstörungen in Körpergeweben zu beeinflussen. Besonders relevant ist die Anwendung bei myofaszialen Triggerpunkten und muskuloskelettalen Beschwerden. Die Evidenz zeigt vor allem kurzfristige Effekte auf Schmerz und Funktion in ausgewählten Beschwerdebildern; gleichzeitig betonen Reviews die Bedeutung von Indikation, Dosierung, Dokumentation und Sicherheit.

Myologik vermittelt Dry Needling deshalb nicht als isolierte Spezialtechnik und nicht als Ersatz für aktive Therapie. Die Nadel ist ein präziser Reiz. Entscheidend ist, ob Sie den richtigen Triggerpunkt finden, Risiken erkennen, den Patienten sauber aufklären und das Ergebnis anschließend in Bewegung, Belastung und Alltag übertragen.

Internationale Quellen, auf denen die Kurslogik aufbaut:
Travell, Simons & Simons: Myofascial Pain and Dysfunction: The Trigger Point Manual als zentrales Standardwerk für myofasziale Triggerpunkte, Schmerzmuster und klinische Palpationslogik
Gattie et al., JOSPT 2017: Meta-Analyse zu Dry Needling bei muskuloskelettalen Beschwerden, mit differenzierter Einordnung kurzfristiger Effekte und begrenzter Langzeitdaten
Sánchez-Infante et al., Physical Therapy 2021: Meta-Analyse zur Anwendung von Dry Needling durch Physiotherapeuten bei muskuloskelettalen Schmerzen
Adverse-Event-Analyse, Dokumentations- und Dosierungsreview sowie klinischer Review: Grundlage für Aufklärung, Hygiene, anatomische Sicherheit und Dokumentation

Häufige Fragen zum Seminar

Was ist Dry Needling?

Dry Needling ist die Behandlung myofaszialer Triggerpunkte und muskulärer Dysfunktionen mit sterilen Nadeln ohne Injektion eines Wirkstoffs. Ziel ist ein gezielter Reiz im myofaszialen Gewebe, der verantwortungsvoll in ein therapeutisches Gesamtkonzept eingebunden wird.

Wie unterscheidet sich Dry Needling von klassischer Akupunktur?

Dry Needling nutzt zwar ebenfalls sterile, feine Nadeln, wird im Kurs aber im Kontext westlicher Anatomie, myofaszialer Triggerpunkte, Palpation und muskuloskelettaler Schmerzmechanismen vermittelt. Traditionelle Akupunkturmodelle, Meridiane oder TCM-Diagnostik sind nicht Gegenstand dieses Seminars.

Für wen ist die Dry Needling Fortbildung geeignet?

Die Fortbildung richtet sich an Physiotherapeuten, Heilpraktiker und Ärzte mit solider anatomischer Grundlage und therapeutischem Praxisbezug. Entscheidend ist, dass die spätere Anwendung im jeweiligen beruflichen, rechtlichen und institutionellen Rahmen zulässig ist.

Wie sieht die rechtliche Situation für Physiotherapeuten beim Dry Needling aus?

Dry Needling ist eine invasive Technik. Die Anwendung muss immer im jeweiligen beruflichen, rechtlichen und institutionellen Rahmen zulässig sein. Im Seminar werden rechtliche Grundfragen, Delegation, Aufklärung und Dokumentation praxisnah besprochen; eine individuelle Rechtsberatung ersetzt der Kurs nicht.

Welche Handlungssicherheit vermittelt der 2-Tages-Kurs?

Der Kurs vermittelt ein strukturiertes Vorgehen für Indikation, Kontraindikationen, Hygiene, Palpation, Nadelführung, Dosierung und klinische Integration. Die praktische Anwendung wird unter Supervision geübt; die spätere Umsetzung hängt von Qualifikation, Übung, Rahmenbedingungen und Verantwortungsbewusstsein ab.

Wie hoch ist der Praxisanteil?

Die Dry Needling Fortbildung ist auf 70% Praxis und 30% Theorie ausgerichtet. Sie üben Palpation, Hygiene, Nadelführung, Dosierung, Patientenaufklärung und die Integration in aktive Therapie unter konsequenter Supervision.

Wird im Kurs praktisch geübt?

Ja. Praktische Übungen stehen im Mittelpunkt. Die Theorie wird direkt mit konkreten Behandlungssituationen verbunden, damit Sie Dry Needling sicherer, strukturierter und verantwortungsvoller in Ihre berufliche Praxis übertragen können.

Erhalte ich Fortbildungspunkte?

Ja. Für das Seminar erhalten Sie 18 Fortbildungspunkte.

Kann Dry Needling allein Schmerzen lösen?

Dry Needling kann ein wirksamer Baustein im myofaszialen Schmerzmanagement sein. Myologik vermittelt es bewusst nicht als isolierte Einzeltechnik, sondern kombiniert den Reiz mit Befund, Bewegung, Belastung und Patientenedukation.

Wer Nadeln setzt, braucht mehr als Technik. Er braucht Verantwortung, Anatomie, klare Entscheidungen und ein System, das den Patienten nach dem Reiz wieder in Bewegung bringt. Wenn Sie Dry Needling nicht als Showeffekt, sondern als präzises Werkzeug für myofasziales Schmerzmanagement lernen möchten, ist diese Fortbildung der passende nächste Schritt.

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Das Seminar ist auch als InHouse-Format möglich, sofern Zielgruppe, rechtlicher Rahmen und Praxisvoraussetzungen passend sind. Inhalte, Muskelgruppen, klinische Fallbeispiele und Sicherheitsfragen können auf Ihr Team und Ihre typischen Patientengruppen abgestimmt werden.

Ihre Vorteile eines InHouse-Seminars
Sie bestimmen Schwerpunkte, Zielgruppe und Praxisbezug
Ihr Team entwickelt einen gemeinsamen Standard für Indikation, Hygiene und Sicherheit
Inhalte lassen sich direkt auf Ihre häufigsten myofaszialen Beschwerdebilder übertragen
Termin, Ort und Intensität können flexibel abgestimmt werden
Sie stärken Qualität, Verantwortung und klinische Sicherheit im Umgang mit Dry Needling

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