Die Belastungsformel: Trainingstherapie Fortbildung & Reha Training

Praxisorientierte Fortbildung für Trainingstherapie, Belastungssteuerung und Rehabilitation

Nächster Termin
15.–16. August 2026
Trier · 18 Fortbildungspunkte
Veranstalter: Physio Deutschland e.V. - Landesverband Rheinland-Pfalz/Saarland
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Praxisnah 18 Fortbildungspunkte InHouse möglich
Die Belastungsformel - Trainingstherapie Fortbildung mit Wall Slide Übung und Belastungssteuerung

70% Praxis. 30% Theorie. Diese Trainingstherapie Fortbildung richtet sich an Physiotherapeuten, die Functional Training, Reha-Training, Sport Performance und Return-to-Sport sicherer in ihren Praxisalltag integrieren wollen.

Die meisten Fortbildungen geben Ihnen Übungen. Wir geben Ihnen die biologische Logik dahinter. Die Belastungsformel von Alexander Mohr schließt die Lücke zwischen klinischer Diagnose, moderner Trainingstherapie, Functional Training und erfolgreichem Return-to-Sport.

Das Fundament ist ReCore Athletics: "Re" für Rehabilitation - verlorene Fähigkeiten zurückgewinnen. "Core" für den Kern jeder Reha - Kraft, Beweglichkeit, Schnelligkeit, Ausdauer und Koordination. Functional Training, übersetzt in ein steuerbares System für Reha, Performance und Belastbarkeit.

Patienten stagnieren selten aus fehlender Motivation, sondern aus unscharfer Dosierung: zu früh, zu spät, zu zaghaft, zu beliebig. Dann bleibt Reha eine Hoffnungskette - behandeln, erklären, motivieren, hoffen. Die Belastungsformel macht daraus ein System: testen - entscheiden - belasten - kontrollieren - anpassen.

Mechanotransduktion, mTOR, Wundheilung, Bewegungsqualität, EMG, LSI und Compliance werden praktisch greifbar und beantworten die vier Fragen, die im Alltag zählen: Was teste ich? Was trainiere ich? Wann steigere ich? Wann halte ich zurück?

Sie gehen mit konkreten Übungen nach Hause - und wissen, warum, wann und wie Sie sie einsetzen. So wird aus einer Übungssammlung ein strategischer Werkzeugkasten: verständlich, prüfbar, direkt nutzbar für Reha, Prävention, Training und Teamstandards.

70% Praxis: Was Sie konkret üben

Im Praxisteil trainieren Sie, Belastung nicht nur anzuleiten, sondern messbar zu entscheiden: testen, korrigieren, dosieren, steigern und so erklären, dass Patienten den Plan verstehen und mittragen.

Im Kurs arbeiten Sie praktisch an:
Belastungstests: Kraft, Range of Motion, Symmetrie, Bewegungsqualität und Schmerzreaktion sicherer einordnen
Übungsauswahl: EMG-Top-Übungen, Corrective Exercises und Functional Training therapeutisch begründen
Progression: Belastung passend zu Gewebe, Ziel, Tagesform und Return-to-Function steigern
Korrektur: Technik, Tempo, ROM, Kompensation und Patientensprache direkt verbessern
Praxis-Transfer: aus KG, KGG und Heimprogramm einen nachvollziehbaren Belastungsplan machen

Für wen ist das Seminar geeignet?

Die Belastungsformel richtet sich an Physiotherapeuten, Sportphysiotherapeuten, Sportwissenschaftler, Sporttherapeuten, Reha-Trainer, Athletiktrainer, qualifizierte Trainer und Praxisinhaber, die Functional Training, Sport Performance, aktive Rehabilitation, Trainingstherapie und Belastungssteuerung klarer, messbarer und praxisnäher einsetzen möchten.

Geeignet ist das Seminar für alle, die Patienten nicht nur behandeln, sondern wieder systematisch in Belastbarkeit führen wollen: vom 20-Minuten-Takt in der Praxis über KGG, Reha-Training und Prävention bis zur sportbezogenen Betreuung und Teamfortbildung.

Gerade die klassische Physiotherapeutin im normalen Praxisalltag profitiert: Sie bekommen keine komplizierte Sportwissenschaft für Spezialfälle, sondern eine klare Entscheidungslogik für echte Patienten. Wann darf ich belasten? Welche Übung passt heute? Wie erkläre ich dem Patienten, warum aktive Mitarbeit entscheidend ist? So wird aus KG, KGG und Hausaufgaben ein nachvollziehbarer Plan, den Patienten verstehen, spüren und eher mittragen.

Typische Beschwerden und Anwendungsbereiche

Die Belastungsformel ist besonders relevant, wenn Patienten nicht nur kurzfristige Entlastung brauchen, sondern einen klaren Weg zurück in Belastbarkeit, Training und Sport Performance. Dazu gehören komplexe Knie- und Hüftthemen wie VKB-Reha, Meniskus-Refixation und Hüft-Impingement, chronische Sehnenbeschwerden an Achillessehne und Rotatorenmanschette, Wirbelsäulen-Stabilität bei Bandscheibenvorfällen, Stenosen und belastungsabhängigen Rückenbeschwerden sowie Osteoporose-Prävention, Dekonditionierung und Return-to-Sport-Fragestellungen. Im Fokus steht nicht die Behandlung einer einzelnen Diagnose, sondern die präzise Steuerung von Kraft, Bewegungsqualität, Progression und biologischem Reiz.

Der Ausbildungsplan: Von der Biologie zur Performance

Tag 1 - Die Architektur der Heilung

Veraltete Schonungs-Dogmen dekonstruieren und durch biologische Logik ersetzen
Wundheilung 2.0: Die 7 Phasen nach Mohr und den perfekten Reiz-Zeitpunkt verstehen
Mechanotransduktion: lernen, wie Zellen auf mechanische Last reagieren und Gewebeadaptation entsteht
Das Mess-Protokoll: LSI-Berechnungen, Mohr-Testbatterie und Validität von Feldtests nutzen
Kraft, Range of Motion, Symmetrie und Bewegungsqualität objektivierbar machen
Atrophie, neuronale Hemmung, Schutzverhalten und mangelnde Belastbarkeit unterscheiden

Mehr Sicherheit in Befundung, Dosierung und therapeutischer Entscheidung

Tag 2 - EMG-Übungen & Corrective Exercises

EMG-Top-Übungen: die 5 stärksten Übungsvarianten laut EMG-Daten für zentrale Zielmuskeln präzise abliefern
Gluteus maximus, M. quadriceps, Hamstrings und weitere Muskelgruppen mit einer hochwertigen Übungssammlung trainieren
Klinisches Reasoning in der Übungswahl: warum ein Ausfallschritt bei Hüft-Impingement sinnvoll sein kann
Über Beckenzentrierung und exzentrische Kontrolle der Adduktoren Schmerzreaktionen reduzieren und Funktion aufbauen
Corrective Exercises: aus einer netten Übung eine präzise therapeutische Intervention machen
Functional Training therapeutisch einsetzen: von der Übungsidee zur klar dosierten Reha-Progression
Die 28 Gesetze der Intensität nutzen: Adaptation dort anbahnen, wo andere stagnieren

Direkt nutzbar für Therapie, Reha-Training, Diagnostik-Checks und Teamfortbildung

Ziele

Evidenzbasierte Sicherheit: deutlich mehr Sicherheit in der Belastungssteuerung durch kriterienbasierte Entscheidungen
Perfektionierte Technik: Korrektur-Skills für komplexe Übungen und EMG-Übungsprinzipien meistern
Fachliches Profil: Diagnostik-Checks, Belastungslogik und aktive Reha klarer in Ihrer Praxis positionieren
Direkter Praxisgewinn: mit einer Übungssammlung und Belastungslogik nach Hause gehen, die Patienten spürbar weiterbringt und im Praxisalltag sofort Dankbarkeit, Sicherheit und Mitarbeit erzeugt

30% Theorie: Warum die Belastungsformel fachlich sauber eingeordnet wird

Trainingstherapie wirkt nicht, weil eine Übung auf einem Plan steht. Sie wirkt, wenn der biologische Reiz zur aktuellen Belastbarkeit passt. Mechanotransduktion beschreibt, wie Zellen mechanische Last in biologische Antworten übersetzen können. Muskel, Sehne, Knochen, Bindegewebe und Nervensystem brauchen dafür Dosierung, Progression und Zeit.

Return-to-Sport- und Reha-Literatur zeigt gleichzeitig: einzelne Tests oder Symmetriequotienten wie der Leg Symmetry Index sind hilfreich, aber nicht allein ausreichend. Kraft, Bewegungsqualität, Schmerzreaktion, Ermüdung, Vertrauen, Koordination und sport- oder alltagsspezifische Anforderungen müssen zusammen bewertet werden.

Genau daraus entsteht die Myologik-Logik: Die Belastungsformel verbindet eine hochwertige Übungssammlung mit einem klaren Entscheidungsmodell. ReCore Athletics, EMG-Übungen, Feldtests, LSI, Progression, Compliance und Patientenerklärung werden so verbunden, dass Physiotherapeuten Belastung nicht nur anleiten, sondern begründen, steuern und nachvollziehbar steigern können.

Internationale Quellen, auf denen die Kurslogik aufbaut:
Mechanotransduktion und mTORC1: mechanische Reize als Grundlage muskulärer Anpassung
Umbrella Review zu Trainingsparametern: Dosierung, Intensität, Volumen und Adhärenz in der muskuloskelettalen Therapie
LSI-Grenzen nach ACL-Verletzung: Symmetriequotienten können Funktion überschätzen
Return-to-Sport nach ACL-Rekonstruktion: Rückkehr in Belastung braucht patientenspezifische Kriterien statt reine Zeitvorgaben
Cochrane Review zu Exercise-Adherence: Adhärenz als entscheidender Faktor bei chronischen muskuloskelettalen Schmerzen

Häufige Fragen zum Seminar

Was bedeutet ReCore Athletics?

ReCore Athletics ist das Trainings- und Rehabilitationssystem hinter der Belastungsformel. "Re" steht für Rehabilitation, also das Wiedererlangen verlorener Fähigkeiten. "Core" beschreibt bei Myologik die fünf zentralen motorischen Fähigkeiten: Kraft, Beweglichkeit, Schnelligkeit, Ausdauer und Koordination.

Was unterscheidet ReCore Athletics von Functional Training?

Functional Training trainiert Bewegungen, Ketten und Alltagssituationen. ReCore Athletics geht einen Schritt weiter: Es überträgt Functional Training in die Rehabilitation und verbindet es mit Diagnostik, Belastungssteuerung, Gewebebiologie und Return-to-Sport. So wird aus einer guten Übung ein therapeutisch begründeter Trainingsreiz.

Ist die Belastungsformel nur eine Übungssammlung?

Nein. Die Übungssammlung ist ein zentraler Bestandteil des Kurses. Das Besondere ist, dass Sie diese Übungen nicht isoliert sammeln, sondern mit klarer Belastungslogik einsetzen: Welche Übung passt heute zu Gewebe, Kraft, Bewegungsqualität, Schmerzreaktion, Symmetrie, Ziel und Patient? Genau dadurch wird Trainingstherapie planbarer und für Patienten nachvollziehbarer.

Bringt mir der Kurs auch etwas ohne Leistungssport-Patienten?

Ja. Die Belastungsformel ist besonders wertvoll im normalen Praxisalltag. Sie hilft, Belastung bei Rücken-, Knie-, Hüft-, Schulter- und Sehnenthemen besser zu dosieren, Übungen verständlicher zu begründen und Patienten schneller in eine aktive Rolle zu bringen - auch im 20-Minuten-Takt.

Welche Trainingstherapie Fortbildung eignet sich für Physiotherapeuten?

Eine gute Trainingstherapie Fortbildung sollte nicht nur Übungen zeigen, sondern erklären, wann und warum Belastung gesteigert wird. Die Belastungsformel verbindet ReCore Athletics, Functional Training, Reha-Training und Return-to-Sport mit klarer Diagnostik, Patientenedukation und konkreter Umsetzung für KG, KGG und aktive Rehabilitation.

Welche Rolle spielen EMG-Übungen?

Statt Live-Messung im Kurs zeigen wir die 5 Top-Übungen laut EMG-Daten für zentrale Zielmuskeln wie Gluteus maximus, M. quadriceps und Hamstrings. Sie erhalten eine hochwertige Übungssammlung und lernen, diese Übungen sauber anzuleiten, präzise zu korrigieren und im Praxisalltag bestmöglich abzuliefern.

Wie hoch ist der Praxisanteil?

Die Belastungsformel ist auf 70% Praxis und 30% Theorie ausgerichtet. Sie testen, korrigieren, dosieren und steigern Belastung praktisch, damit aus Übungsideen konkrete Reha- und Trainingsentscheidungen werden.

Was bringt mir die Belastungsformel für Kassenpatienten?

Enorm viel. Auch im 20-Minuten-Takt hilft Ihnen das System, schneller zum Punkt zu kommen. Durch klare Tests sparen Sie Zeit in der Anamnese, machen Fortschritte sichtbarer und erhöhen die Chance, dass Patienten aktiv mitarbeiten.

Geben Sie Ihren Patienten den Plan, den sie bisher vermisst haben. Wenn Belastung wieder logisch wird, entsteht Sicherheit - bei Ihnen in der Entscheidung und beim Patienten in der Umsetzung. Buchen Sie jetzt Ihren Platz oder fragen Sie das Seminar für Ihr Team an.

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InHouse Seminar "Die Belastungsformel"

Das Seminar ist auch als InHouse-Format möglich. Besonders dann, wenn ein ganzes Team Belastung, Diagnostik und aktive Reha mit derselben Sprache steuern soll. Inhalte, Tests, Übungsauswahl und Progressionslogik werden auf Ihre Einrichtung abgestimmt. So entsteht nicht nur ein Fortbildungstag. Es entsteht ein gemeinsames System für Befundung, Belastungsaufbau und aktive Patientenführung.

Ihre Vorteile eines InHouse-Seminars
Sie bestimmen Schwerpunkte, Zielgruppe und Praxisbezug
Ihr Team entwickelt eine gemeinsame Sprache für Belastungssteuerung und aktive Reha
Inhalte lassen sich direkt in Therapie, Training, Prävention und Gruppenkonzepte übertragen
Vorhandene Trainingsmittel und Low-Budget-Checks können gezielt eingebunden werden
Termin, Umfang und Intensität können flexibel abgestimmt werden
Sie stärken das fachliche Profil Ihres Teams im Bereich Trainingstherapie

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